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Sozialführerschein Jugendliche Ehrenamtler
Für ihre freiwillige Arbeit in gemeinnützigen Einrichtungen bekamen drei Schülerinnen den Sozialführerschein.Nach fast einem Jahr haben Regina
Pitsch, Nadine Lersch und Gianna Krasnobaera ihn in der Tasche. Ihren Führerschein. Und das obwohl keine von ihnen auch nur einen Fuß in eine Fahrschule gesetzt hat. Statt einem Autoführerschein haben die drei
Schülerinnen der St.-Georg-Schule einen Sozialführerschein gemacht. Dafür mussten die Mädchen keine Fragebögen pauken, sondern sich ehrenamtlich engagieren.Regina (16) half zwei Mal die Woche für zwei Stunden im
Familienzentrum in Holthausen aus. Nadine (15) sammelte Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit des Generationentreffs in Winz-Baak. Und die 15-jährige Gianna verdiente sich ihren Sozialführerschein bei der
Arbeit im Kindergarten in der Südstadt. Das insgesamt ein Schuljahr dauernde Projekt wurde gemeinschaftlich von der Freiwilligenagentur und der Förderschule St. Georg geführt.
Nadine Lesch (15) und Regine Pitsch (16). Es fehlt Gianna Krasnobaera (15). Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Überreicht wurden die Führerschein am Montag im Rathaus von Bürgermeisterin Dagmar Goch. Allerdings nur
an Regina und Nadine, da Gianna krank das Bett hüten musste. Die Bürgermeisterin zeigte sich von dem Projekt begeistert: „Es ist toll, dass junge Menschen an ehrenamtliche Tätigkeiten herangeführt werden“.
Zudem sei der Sozialführerschein ein „Qualitätsmerkmal“, so Goch. „Es ist ein sehr sinnvolles Projekt, besonders für die Förderschüler der St.-Georg-Schule“, findet auch Andreas Gehrke von der
Freiwilligenagentur. Diese hätten es ohnehin sehr viel schwerer auf dem Arbeitsmarkt, als Absolventen anderer Schulen.Der Sozialführerschein, der inhaltlich einem detailliertem Arbeitszeugnis gleicht, sei ideal
um die Bewerbung positiv zu ergänzen. „Vor allem Sozialverhalten ist auf dem Arbeitsmarkt wichtig“, weiß Gehrke.Geschenkt bekommen hätten die drei Mädchen den Führerschein nicht. „Es wird einiges verlangt.
Wer zwei bis drei Mal nicht erscheint, ist raus aus dem Projekt“, sagt Gehrke. So hätten bei dem Projekt, das in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand, in den vergangenen Jahren schon öfters Schüler abbrechen
müssen. Regina, Nadine und Gianna haben es jedenfalls durchgehalten und bereuen nichts. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit den Kindern zu arbeiten“, erzählt Regina, die sich auch vorstellen kann später in
einer sozialen Einrichtung zu arbeiten. Mitschülerin Nadine nickt zustimmend. „Es war toll aufzupassen, dass die Kinder keinen Blödsinn machen“.
Daniel Roeschies
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Sozialführerschein erhalten
Zum dritten Mal hat die Freiwilligenagentur zusammen mit der Förderschule St. Georg den sogenannten Sozialführerschein ausgegeben. Schüler
verpflichten sich für ein Schuljahr, mindestens 1,5 Stunden pro Woche in einer sozialen Einrichtung zu verbringen und erhalten am Ende ein Zertifikat, welches sie auch ihren Bewerbungen hinzufügen können.
 Foto: Pielorz
Nicht jeder hält ein ganzes Schuljahr durch, doch drei junge Mädchen haben es geschafft. Nadine Lersch(15)
und Regina Pitsch (16) (krankheitsbedingt fehlte Gianna Krasnobaera) haben in Kindertageseinrichtungen gearbeitet und nicht nur das Projekt erfolgreich beendet. Sie haben auch eine große Portion
Selbstbewusstein dazu gewonnen. Die Zertifikate wurden ihnen von der Bürgermeisterin persönlich überreicht. Das Foto zeigt v.l. Julia Kreuch von der Einrichtung „Wolke 2a“, Nadine Lersch, Bürgermeisterin
Dr. Dagmar Goch, Regina Pitsch, Andreas Gehrke von der Freiwilligenagentur, Anni Marks vom Familienzentrum Holthausen und Bernd Leven, Schulleiter der St. Georgs-Schule. Alle freuen sich über den Erfolg.
Dr. Anja Pielorz
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